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ekhn2030 - Die Kirche wird verändert


Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau - Der Transformationsprozess

EKHN2030 – Der Prozess im Überblick

Was bedeutet der Transformationssprozess EKHN2030 für unsere Kirchengemeinden? Auf der Übersichtsseite der EKHN finden Sie Informationen zu den Zielen, Hintergründen und den wichtigsten Entwicklungen. Sie können dort nachlesen, welche Veränderungen auf Gemeinden zukommen.

Informationen zum Transformationsprozess “ekhn2030”


Satzung für die neue Gesamtkirchengemeinde

https://kirchenrecht-ekhn.de/document/62446

Nr. 104 Urkunde
über die Bildung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde 
Nördliches Usinger Land

Die Evangelische Kirchengemeinde Emmershausen, die Evangelische Kirchengemeinde Eschbach, die Evangelische Kirchengemeinde Gemünden, die Evangelische Kirchengemeinde Grävenwiesbach, die Evangelische Kirchengemeinde Merzhausen-Lauken, die Evangelische Kirchengemeinde Rod an der Weil, die Evangelische Kirchengemeinde Usingen und die Evangelische Kirchengemeinde Weilnau, alle Evangelisches Dekanat Hochtaunus, bilden zum 1. Januar 2027 die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Nördliches Usinger Land mit Sitz in Usingen.

Die Satzung der Gesamtkirchengemeinde wird gemäß § 44 Absatz 1 des Regionalgesetzes hiermit genehmigt. Die Bekanntmachung der Satzung erfolgt online unter https://kirchenrecht-ekhn.de/document/62446.

(Datum: 6. Juli 2026, https://kirchenrecht-ekhn.de)


Von der Kirchengemeinde Weilnau zur Gesamtkirchengemeinde Nördliches Usinger Land

Am 19. April 2026 fand in der Riedelbacher Kirche unsere Gemeindeversammlung statt.
Der Kirchenvorstand hatte alle Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde
Weilnau eingeladen, um über seine Arbeit sowie über Angelegenheiten des
kirchlichen und gemeindlichen Lebens zu berichten und Gelegenheit zur Aussprache
zu geben.
Im Mittelpunkt stand insbesondere der Übergang der Evangelischen
Kirchengemeinde Weilnau in die „Evangelische Gesamtkirchengemeinde Nördliches
Usinger Land“ zum 1. Januar 2027. Vorgestellt wurde der Satzungsentwurf für die
neue Gesamtkirchengemeinde. Außerdem informierten wir über die
Kirchenvorstandswahl 2027 sowie über den laufenden Gebäudeprozess.
Großes Interesse bestand an der Frage nach dem Erhalt des kirchlichen Lebens vor
Ort und der Verbindung in den Nachbarschaftsraum. Einige Gemeindemitglieder
haben bereits an Veranstaltungen im Nachbarschaftsraum teilgenommen, und auch
das hauptamtliche Verkündigungsteam ist inzwischen vielen bekannt. Zu ihm
gehören die Pfarrerinnen und Pfarrer unserer Region, Kantorin Bettina Wißner sowie
Gemeindepädagogin Nathalie Sachitzky.
Weitere Themen waren die Neukonzeption der Konfirmandenarbeit in unserem
Nachbarschaftsraum (siehe dazu die Einladung in diesem Gemeindebrief), die Junge
Kirche in Grävenwiesbach sowie die Vernetzung der Seniorenarbeit in Eschbach. In
Weilnau findet für den gesamten Nachbarschaftsraum das Kirchenlieder-Projekt mit
Dekanatskantorin Carola Rahn und Pfarrerin Claudia Biester statt (siehe Einladung in
diesem Gemeindebrief).
Die Versammlung war gut besucht. Wir danken herzlich für das Interesse!
Wie gewohnt informieren wir natürlich weiterhin über aktuelle Entwicklungen in den
Abkündigungen im Gottesdienst, über Aushänge in den Schaukästen sowie auf
unserer Website. Immer wichtiger wird für den gesamten Nachbarschaftsraum die
Info über die Gemeinde-App als gemeinsame Kommunikationsplattform.
Der Kirchenvorstand

In fünf Nachbarschaftsräumen werden die 30 Gemeinden unseres Dekanats im Hochtaunus in Zukunft zusammenarbeiten. So hat es die Dekanatssynode am 17. November 2023 nach einem langen und nicht immer einfachen Beteiligungsprozess beschlossen. 

Drei Nachbarschaftsräume entstehen südlich des Taunuskamms und folgen im Wesentlichen den kommunalen Grenzen. So bilden die Gemeinden aller Friedrichsdorfer Stadtteile und alle Gemeinden in Bad Homburg je einen Nachbarschaftsraum. Die St. Georgsgemeinde in Steinbach findet sich mit den Oberurseler Gemeinden in einen Raum zusammen. 

Nördlich des Feldbergs werden zwei Nachbarschaftsräume entstehen. Im Norden finden sich die Kirchengemeinden von Emmershausen, Gemünden, Rod an der Weil, Weilnau, Grävenwiesbach, Merzhausen-Lauken, Eschbach und Usingen zusammen. Die Gemeinden von Arnoldshain, Rod am Berg, Hausen-Westerfeld, Anspach und Wehrheim decken mit ihrem Nachbarschaftsraum den Süden ab. Mit 46 Ja-, 11 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen hat sich die Synode für diese Aufteilung entschieden.

Dieser Entscheidung ist ein langer und intensiver Prozess der Beteiligung und Meinungsbildung mit allen Gemeinden im Dekanat vorausgegangen. Während sich die Gemeinden im Vordertaunus über die Zuschnitte aufgrund der kommunalen Gegebenheiten schnell klar waren, bot sich im Usinger Land keine offensichtliche Lösung an, die alle Gemeinden glücklich machen würde. Dies kam sowohl in den gemeinsamen Veranstaltungen als auch auf den beiden Synoden im September und November auch zum Ausdruck. „Das Ergebnis spiegelt die anspruchsvolle geographische und demographische Situation im Usinger Land wieder“, sagte Präses Susanne Kuzinski nach der Abstimmung. „Ich wünsche mir sehr, dass es uns gelingt, das Ergebnis anzunehmen und unsere Kirche gemeinsam zu gestalten.“ Ein Ansatz dazu könnte die ausdrückliche Bitte der Gemeinde Eschbach sein, bei der kommenden Pfarrstellenbemessung besonders im Usinger Land ein großes Augenmerk auf die Flächen und Strukturen der Räume zu legen und diese angemessen zu berücksichtigen. Denn die Kirche soll auch weiterhin im jedem Dorf bleiben.

Mit der Verabschiedung der Nachbarschaftsräume ist jetzt der erste Meilenstein im Prozess ekhn2023 erreicht. Jetzt geht es an die Umsetzung in den Nachbarschaftsräumen: Wie wollen wir gemeinsam Kirche sein? Welche Wege gehen wir? Wer kann was? Was können wir von unsren Nachbarn lernen? Diese und andere spannende Fragen gilt es zu klären. Eines ist aber klar: Wir sind gemeinsam Kirche im Hochtaunus – auch über die Grenzen des eigenen Nachbarschaftsraumes hinaus.

Am 19. Januar 2024 fand das erste Arbeitstreffen der Kirchenvorstände im neuen Nachbarschaftsraum statt. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch über die unterschiedlichen Gemeinden. Gleichzeitig wurden erste Ideen entwickelt, wie der gemeinsame Prozess gestaltet werden kann.

Dabei ging es vor allem um die Frage, in welchen Bereichen eine engere Zusammenarbeit möglich ist. Genannt wurden unter anderem die Konfirmandenarbeit, die Gestaltung von Gottesdiensten, Verwaltungsaufgaben sowie gemeinsame Feste und Veranstaltungen.

Ein wichtiges organisatorisches Ergebnis des Treffens war die Gründung einer Steuerungsgruppe. Sie wird den weiteren Prozess begleiten und zentrale Zukunftsfragen im Blick behalten. Dazu gehören unter anderem die künftige Rechtsform der Kirchengemeinden im Nachbarschaftsraum, die Reduzierung des Gebäudebestandes sowie Fragen der Verwaltung.

Unsere Kirchengemeinde wird in der Steuerungsgruppe durch Andreas Mlynek und Janina Hinze vertreten. Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie regelmäßig informieren. Das erste konstituierende Treffen der Steuerungsgruppe findet am 12. März 2024 in Rod an der Weil statt.